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Werkbetriebe Frauenfeld: «Intelligente» Beleuchtung weist den Weg und spart Energie

Der Waldweg Pfaffenholz beim Kantonsspital Frauenfeld dient den Werkbetrieben Frauenfeld als Pilotprojekt für eine «intelligente» LED-Strassenbeleuchtung. Sie leuchtet nachts nur dann hell, wenn sie gebraucht wird. Dadurch leisten die Werkbetriebe einen weiteren Beitrag zur Steigerung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Kaum ist ein Kind gross genug, den Lichtschalter zu erreichen, wird ihm beigebracht: «Lösch bitte das Licht, wenn du den Raum verlässt.» Und doch brennt bisher nachts auch an Frauenfelder Strassen und Wegen immer Licht, wenn niemand da ist. Zwar senkt die Strassenbeleuchtung das Risiko von Un- und Überfällen, andererseits wird aber weltweit eine zunehmende Aufhellung des Nachthimmels, eine sogenannte «Lichtverschmutzung», festgestellt.

Bis anhin reduzierten die Werkbetriebe Frauenfeld auf Quartierstrassen die Lichtstärke in den späten Nachtstunden oder schalteten jede zweite Leuchte aus. Zukünftig wird die Steuerung aber noch viel feiner möglich sein. Das Stadtlicht der Zukunft soll nämlich intelligent gesteuert werden.

Die intelligente Strassenbeleuchtung

Bei der «Intelligenten» Strassenbeleuchtung wird die Lichtstärke bei den Strassenleuchten auf ein Minimum reduziert. Sobald ein Fussgänger, Velo- oder Autofahrer sich nähert, wird die Lichtquelle automatisch hochgefahren und leuchtet die Strasse perfekt aus. Sobald sich die Person oder das Fahrzeug fortbewegt, kommuniziert die erste Lampe mit der nächsten, wodurch diese zeitlich abgestimmt hochgefahren und danach wieder abgedimmt wird. Dadurch können im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden – gleichwohl bleibt die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer gewährleistet. Zudem wird die Lebensdauer der Leuchtkörper deutlich erhöht.

Erfolgreiche Pilotprojekte

Um die neue Technologie zu testen, wurden der Waldweg Pfaffenholz beim Kantonsspital sowie ein Streckenabschnitt des regionalen Radwegs im Osten als Pilotprojekte ausgerüstet. Wie sich zeigt, funktioniert das System für Fussgänger und Velofahrer optimal. Somit wird die Beleuchtung in beiden Orten nur noch individuell aktiviert. Wird keine Bewegung registriert, verharrt die Lichtstärke der Leuchten bei lediglich 5 Prozent ihrer Leistung. Erkennen die Sensoren nahende Fussgänger oder Velofahrer, wird die Lichtleistung vorübergehend auf 70 Prozent hochgefahren und der Lichtkegel folgt dem Objekt. Die Leuchten können per Laptop einzeln programmiert werden (Lichtstärke, Intervall). Ein ähnliches System ist an der Junkholzstrasse seit Sommer dieses Jahres erfolgreich in Betrieb.