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Stadtrat von Winterthur beantragt Erhöhung der Beteiligung an Aventron

Der Stadtrat von Winterthur beantragt beim Stadtparlament einen Kredit von fünf Millionen Franken für die Erhöhung der Beteiligung an der Aventron Holding AG. Die Finanzierung erfolgt über den 90-Millionen-Rahmenkredit für Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbarer Energie. Durch die Erhöhung können die Mitsprache und die strategische Einflussnahme der Stadt Winterthur gesichert werden.

Die Firma Aventron AG hat sich im Bereich erneuerbarer Stromproduktion etabliert und betreibt Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke in sechs europäischen Ländern. Die Finanzierung des Wachstums der Aventron AG erfolgt jeweils über die Akquisition von neuem Kapital. Die drei Partner aus der Energiewirtschaft (Primeo Energie, Energie Wasser Bern sowie die Stadt Winterthur, vertreten durch Stadtwerk Winterthur) halten mit ihren Einlagen in der Aventron Holding AG gemeinsam die Mehrheit an der Firma mit insgesamt 62,2%. Die Stadt Winterthur ist mit 11,14% an der Aventron Holding AG beteiligt.

Um den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben und das diversifizierte Anlagenportefeuille auszubauen, wird die Aventron AG vermutlich in naher Zukunft eine weitere Kapitalerhöhung vornehmen. Der genaue Zeitpunkt dafür ist noch offen. Gemäss übergeordnetem Recht ist eine Kapitalerhöhung nach dem Beschluss der Generalversammlung innerhalb von drei Monaten durchzuführen. Mit dieser knappen Frist ist es nicht möglich, den Objektkredit dem Parlament erst dann zu beantragen, wenn die Kapitalerhöhung von der Generalversammlung genehmigt wurde. Deshalb müssen die Aktionärinnen der Aventron AG schon jetzt entscheiden, ob und mit wie viel zusätzlichem Kapital sie sich bei einer kommenden Kapitalerhöhung beteiligen möchten. Für die drei Partner der Energiewirtschaft ist es wichtig, sich mit weiterem Kapital über die Holding zu beteiligen, damit ihre Position nicht geschwächt wird.

Zukunft der Aventron AG aktiv mitgestalten und Bezugsrechte sichern

Mit der Erhöhung der Beteiligung kann die Stadt Winterthur die Bezugsrechte an Strom und Herkunftsnachweisen anteilig an weiteren zugekauften oder gebauten Anlagen der wachsenden Aventron AG sichern und den Auftrag der Winterthurer Stimmbevölkerung weiterhin umsetzen. Für die Stadt Winterthur ist es wichtig, bei ihrer Beteiligung den heutigen Anteil zu halten, damit eine substanzielle Mitsprache weiterhin gewährleistet ist. Dazu gehören die Verwaltungsratssitze in der Aventron Holding AG und in der Aventron AG, die mit einem Vertreter von Stadtwerk Winterthur besetzt sind. Die Beteiligung an einer Kapitalerhöhung lohnt sich auch finanziell. Die Stadt Winterthur hat insgesamt bereits mehr als vier Millionen Franken an Dividenden erhalten.

Für die Kapitalerhöhung der Stadt Winterthur braucht es einen Beschluss des Stadtparlaments. Der Stadtrat beantragt nun beim Stadtparlament einen Kredit von fünf Millionen Franken für eine allfällige Erhöhung der Beteiligung an der Aventron Holding AG. Es handelt sich dabei um den verbleibenden, noch nicht zugeteilten Betrag aus dem 90-Millionen-Rahmenkredit für den Kauf oder die Beteiligung an Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbarer Energie, der im September 2012 von der Winterthurer Stimmbevölkerung bewilligt wurde. Die Stadt Winterthur ist bereits mit dreissig Millionen Franken an der Aventron Holding AG beteiligt.