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StWZ Energie AG: Fernwärme fürs untere Wiggertal hat Potenzial

Die Machbarkeitsstudie des Swisspower-Stadtwerks StWZ Energie AG und drei weitererer regionaler Energieversorger zeigt: Fernwärme im unteren Wiggertal hat grosses Potenzial. Die wirtschaftliche Realisierbarkeit muss nun noch vertieft überprüft werden

Die Energiestrategie 2050 des Bundes verfolgt unter anderem einen erhöhten Einsatz von CO2-neutraler Fernwärme. Regional soll dies dank einer koordinierten Wärmeversorgung mit der Nutzung von Abwärme, der Wärmeproduktion durch erneuerbare Energien und dem Ausbau des Fernwärmenetzes umgesetzt werden. So zum Beispiel mit dem Vorhaben, die
Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal stark auszubauen.

Grosses Potenzial von Fernwärme

Das Projekt «enphor» des Verbandes Entsorgung Region Zofingen (erzo) hat die vier regionalen Energieversorger StWZ Energie AG (Zofingen), tba energie ag (Aarburg), EW Oftringen AG und EW Rothrist AG dazu bewogen, das Potenzial von Fernwärme im unteren Wiggertal in einem Projekt abklären zu lassen. Die entsprechende Analyse wurde durch eine Steuerungsgruppe vorgenommen, unterstützt von einem externen Spezialistenteam.

Anton Bucher, Verwaltungsrat der EW Oftringen AG und Mitglied der Steuerungsgruppe, erklärt: «Die Resultate der technischen Machbarkeitsstudie liegen nun vor und zeigen, dass der Absatz von Fernwärme im Siedlungsgebiet der Gemeinden Aarburg, Oftringen, Rothrist, Zofingen und Strengelbach durchaus grosses Potenzial hat.» Gemäss der Studie gibt es genügend potenzielle Abnehmer für Fernwärme, und das Leitungsnetz könnte technisch gut realisiert werden.

Finanzielle Machbarkeit offen

Noch offen ist hingegen die wirtschaftliche Machbarkeit. Anton Bucher sagt dazu: «Die finanzielle Umsetzung wird eine Herausforderung. Deshalb wollen wir nun in einem weiteren Schritt auch die finanzielle Machbarkeit vertieft klären.» Entscheidend wird dabei vor allem der Preis für die Wärme sein. Die rund 150 GWh Wärme, welche im Zuge des Projekts «enphor» der erzo zukünftig pro Jahr produziert werden sollen, müssen zu einem marktfähigen Preis bezogen werden können. «Nur so lässt sich das Vorhaben der Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal auch wirtschaftlich umsetzen

Die rund 150 GWh Wärme würden Einsparungen von rund 30'000 Tonnen CO2 erzielen und so einen bedeutenden Beitrag leisten, um bis ins Jahr 2050 im unteren Wiggertal eine CO2-freie Energieversorgung zu erreichen. Die Ergebnisse der weiteren Abklärungen zur finanziellen Umsetzung sollen voraussichtlich Mitte 2022 vorliegen.