Der vorzeitige Baustart ist mit den kommunalen und den kantonalen Behörden abgesprochen und bewilligt. Da die Wasserabflüsse im März bis Mitte April sehr gering sind, ist die Fortführung der Bauarbeiten im und am Gewässer sehr sinnvoll. Würde mit den Arbeiten bis zum offiziellen Baustart in Davos zugewartet, fallen wichtige Tätigkeiten im Gewässer in die Schmelzwasserperiode, wodurch eine Arbeitsausführung stark erschwert oder sogar unmöglich wird.
Fischfauna in der Landwasser
Das Landwasser gehört zur oberen Forellenregion, die Zielfischart bei der Kraftwerksanlage Chummen ist die Bachforelle. Die Laichzeit der Bachforelle auf dieser Höhenlage dauert etwa von September bis November, wobei insbesondere für diese Zeit der freien Fischgängigkeit eine grosse Bedeutung zukommt. Die Vernetzung innerhalb eines Gewässersystems ist Voraussetzung für die Vollendung des Lebenszyklus und für eine sich selbst erhaltende Fischpopulation.
Zeitplan
Es ist geplant, dass die Hauptarbeiten bis Anfang Sommer abgeschlossen sind. Im Anschluss erfolgen die provisorische Inbetriebnahme und der Start der Erfolgskontrolle mit diversen Versuchen und Prüfungen, wie das Bauwerk von den Fischen genutzt wird. Diese Tests werden saisonbedingt bis ins Jahr 2026 fortgeführt.
Restwasserabgabe
Zusammen mit der Inbetriebnahme der Fischwanderhilfe wird an der Wasserfassung Chummen der EWD Elektrizitätswerk Davos AG auch die Restwasserabgabe gemäss Konzessionsvertrag erfüllt. Ab dann fliessen ganzjährig die festgelegten Wassermengen von 403 l/s als Sockelmenge plus 15% des Zuflusses im Landwasser als dynamische Menge in der Restwasserstrecke. Durch den dynamischen Anteil behält das Landwasser in der Restwasserstrecke seine natürliche Variabilität bei, was für die Lebewesen wichtig ist.