Baubeginn für smarte LED-Strassenbeleuchtung in Wetzikon

Das Parlament von Wetzikon hat den Gesamtkredit zur Umsetzung einer smarten LED-Strassenbeleuchtung der kommunalen Strassen genehmigt. Nun beginnt der Umbau. Durch die smarte bedarfsabhängige Steuerung können bis zu 80% Energie eingespart und die Lichtemissionen erheblich reduziert werden.

LED-Leuchten bieten effizientes Licht bei geringem Energieverbrauch. Durch die smarte, bedarfsabhängige Steuerung können bis zu 80% Energie eingespart und die Lichtemissionen erheblich reduziert werden. Die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll, insbesondere durch die einheitliche bedarfsabhängige Steuerung. Dies vereinfacht den Betrieb und spart Kosten.

Das Projekt «Smarte LED-Strassenbeleuchtung» in Wetzikon trägt zur Nachhaltigkeit bei und unterstützt die städtische Vision 2040 sowie die Energiestrategie 2050 des Bundes durch die Reduktion von Lichtemissionen und Energieeinsparungen im öffentlichen Raum. Am 11. März 2024 hat das Wetziker Parlament den Gesamtkredit zur Umsetzung dieser smarten LED-Strassenbeleuchtung der kommunalen Strassen genehmigt.

Für die effiziente Nutzung des Lichts erfolgt die Steuerung der Wetziker Beleuchtung neu mithilfe von Controllern mit integrierten Sensoren, die Bewegungen von Fussgänger:innen sowie Fahrzeugen erkennen und ihre Helligkeit entsprechend dem aktuellen Fussgängeraufkommen bzw. Verkehrsfluss anpassen. Dies erhöht die Sicherheit für alle – speziell für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. «Sobald keine Verkehrsteilnehmenden oder Fussgänger:innen mehr unterwegs sind, macht es wenig Sinn, die Strasse weiter voll zu beleuchten. Deshalb werden die Leuchten in diesem Fall langsam auf ein Minimum abgedimmt», sagt Heinrich Vettiger, Stadtrat Tiefbau, Umwelt + Energie.

Massgeschneiderte Beleuchtung für jede Strasse und jeden Weg

Künftig wird die öffentliche Beleuchtung in Wetzikon nachts auf ein minimales Grundniveau von einem Prozent reduziert und bei Bedarf entsprechend hochgefahren. «In Wohnquartieren senken wir das Licht auf das minimal technisch mögliche Niveau", erklärt Heinrich Vettiger. Zusätzlich wurden besondere Schutzmassnahmen getroffen. Jede Leuchte erhält einen Blendschutz, um Licht an Fassaden und in benachbarten Grünzonen zu begrenzen.

Um das Licht bei Fusswegen und entlang von Gewässern auf null dimmen zu können, wird zudem eine spezielle Sensorik eingesetzt. Sie erkennt herannahende Personen frühzeitig. Diese «Nulldimmung» wird nur an besonders sensiblen Orten und nur dann vorgenommen, wenn es die Sicherheit zulässt. Dies ermöglicht eine massgeschneiderte Beleuchtung für jede Strasse und jeden Weg. «Wir möchten niemanden im Dunkeln stehen lassen, aber wann immer möglich dafür sorgen, dass unnötige Lichtemissionen vermieden werden», so Heinrich Vettiger.

Die Umrüstung der rund 1'680 Leuchten auf die smarte LED-Technik wird bis November 2024 durchgeführt und dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten pro Lampe. Danach sind die Leuchten sofort einsatzbereit.