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Der ESB untersucht Energiepotenzial des tiefen Grundwassers in der Region Biel

Der ESB hat eine Analyse des Energiepotenzials des tiefen Grundwassers in der Region Biel in Auftrag gegeben, um neue erneuerbare Energiequellen zu erschliessen.

Nebst der lokalen und regionalen Produktion erneuerbarer Energie ist die nachhaltige Wärmeversorgung der Region Biel für den ESB von grosser Bedeutung. Hierfür plant und realisiert der ESB Wärmeverbünde und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses. So wird beim Wärmeverbund Champagne beispielsweise bereits erfolgreich Grundwasser als erneuerbare Wärmequelle genutzt. Für die wirtschaftliche Versorgung von grossflächigen Gebieten mit hoher Wärme- oder Kältebedarfsdichte ist ein Verbund die ideale Lösung. Der Wärmeverbund Champagne geht damit als Beispiel für effiziente Wärmegewinnung aus dem Grundwasser. Zentralisierte Wärmesysteme ermöglichen die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, die für Einzelne zu aufwändig wäre. So zum Beispiel das See- oder das Grundwasser, Holzschnitzel aus lokal anfallendem Holz aber auch regional verfügbare Abwärme.

Prüfung des Grundwasserpotenzials

Um das Energiepotential des tiefen Grundwassers als Energiequelle für einen neuen Wärmeverbund zu ermitteln, liess der ESB diese Woche eine Tiefenbohrung von 300 Metern an der Jakobstrasse durchführen. Seismische Messungen im Mai letzten Jahres liessen auf eine besonders tief liegende Molasse (Felsschicht) und damit auf ein erhöhtes Grundwasserpotential schliessen. Abhängig von den Resultaten der nun durchgeführten Untersuchung könnte dieses Grundwasser einst als Quelle für einen Wärmeverbund im Gebiet Bözingen dienen.