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Die StWZ Energie AG und die Energiestrategie

Wo stehen mit Blick auf die Energiewende und die liberalisierten Märkte die grössten Herausforderungen für die StWZ Energie AG an? Geschäftsführer Paul Marbach zeigt in einem Artikel des Zofinger Tagblatts auf, wie sich sein Unternehmen auch in Zukunft behaupten will.

Artikel «Die StWZ Energie AG und die Energiestrategie» vom 5. Oktober 2016 im Zofinger Tagblatt: Artikel als PDF lesen

Das Jubiläumsjahr der mit Blick auf ihre direkten Vorgängerinnen hundert Jahre alten StWZ Energie AG nähert sich seinem Ende. Wo steht die Firma heute, wie sieht die Zukunft aus? Dazu Geschäftsführer Paul Marbach: «Das Unternehmen arbeitet heute strategisch sowie operativ als selbstständiges Unternehmen nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Seit dem ersten Liberalisierungsschritt im Jahr 2009 setzen wir uns auch im Strommarkt mit Mitbewerbern auseinander.» Im Wärmemarkt – die StWZ Energie AG liefert auch Fernwärme – spiele zudem und zusätzlich zur Konkurrenz der verschiedenen Energieträger ein Gasmarkt, auf welchem um die grössten Kunden gebuhlt wird.

Ökologie nach Mass

«Die Ökologisierung der Energie hat unsere Angebotspolitik stark verändert», sagt Marbach. «Heute können unsere Kunden zwischen fünf verschiedenen Stromprodukten und vier unterschiedlichen Erdgas/Biogas-Produkten wählen und damit selber entscheiden, wie ökologisch ihre Energie produziert sein soll.» Eine weitere bedeutende Veränderung betreffe die regionale Zusammenarbeit. «Für uns ist es wichtig, dass wir die Synergien in der Region mit unseren Partnern optimal und für alle gewinnbringend nutzen können. Deshalb engagieren wir uns stark für die regionale Zusammenarbeit.»

Die «Energiewende»

Wo stehen mit Blick auf die «Energiewende» die grössten Herausforderungen für die StWZ Energie AG an? Marbach: «Unsere grosse Herausforderung ist, dass wir uns auch in Zukunft wettbewerbsfähig am Markt behaupten und gleichzeitig Schritt um Schritt den Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung gehen. Dazu arbeiten wir mit regionalen und nationalen Partnern zusammen und sind Mitglied von Swisspower. Dabei gilt es die Themen der Energiewende wie beispielsweise die Frage nach der Speicherung von überschüssigem Strom aktiv mitzugestalten.»

Visionen und Ziele

Wie sieht die Zukunft aus? Was sind die Wünsche, Visionen, Ziele? Marbach zitiert Henry Ford: «Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.» Wenn die StWZ Energie AG zukunftsfähig sein wolle, «müssen wir uns weiterentwickeln, insbesondere auch, um für eine volle Energiemarktöffnung gerüstet zu sein.» Die Versorgungssicherheit und die Kundenorientierung würden weiterhin zentrale Ziele der StWZ Energie AG bleiben. «Wir sind aber zu klein, um all die anstehenden Anforderungen allein zu lösen.»

Regionale Zusammenarbeit

Für Paul Marbach ist klar, dass die Zusammenarbeit mit Partnern insbesondere auch in der Region augebaut wird. «Eine sehr gut funktionierende und wettbewerbsfähige Energieversorgung ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftsregion Zofingen. Ich wünsche mir, dass wir diese zusammen mit den anderen Gemeindewerken der Region mit einem leistungsfähigen Versorgungsnetz langfristig sicherstellen können.»