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GeniLac von SIG – das grösste ökologische Wärme- und Kältenetz

SIG baut GeniLac, das grösste jemals in Genf gebaute ökologische Wärme- und Kältenetz. Diese Infrastruktur verwendet das Wasser des Genfersees und 100% erneuerbare Elektrizität. Durch GeniLac kann die CO2-Emission im Kanton Genf bis 2035 um 70'000 Tonnen pro Jahr reduziert werden

GeniLac ist eine umweltfreundliche Alternative zu Klimaanlagen sowie Öl- und Gasheizungen. SIG baut ein 30 Kilometer langes unterirdisches Netz, welches sich vom Zentrum Genfs bis zum Viertel Etang in Meyrin erstreckt und den Flughafenbereich sowie Vernier, Grand-Saconnex, Bellevue und Pregny-Chambésy versorgt. Auf der linken Seeseite wird sich dieses Netzwerk bis zum PAV-Viertel, Praille Acacias Vernet und Universitätsspital (HUG) erstrecken.

Die Arbeiten werden bis 2035 andauern. Die Baukosten für GeniLac werden auf 800 Millionen Franken geschätzt.

Dem Genfersee wird in einer Tiefe von 45 Metern Wasser mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 7 Grad entnommen. Dieses wird dann zu einer Pumpstation transportiert, fliesst durch einen Wärmetauscher und gelangt durch unterirdische Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden. Durch dieses ausgeklügelte System können Klimaanlagen abgeschafft und der Stromverbrauch der Kälteerzeugung um 80% reduziert werden.

Mit diesem hydrothermalen Netz können die angeschlossenen Gebäude auch beheizt werden. Durch die Installation einer Wärmepumpe können die bestehenden Heizkessel mit fossilen Brennstoffen abgeschafft werden. Bis 2035 wird GeniLac die CO2-Emission um 70'000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Die angeschlossenen Gebäude können mit dem Wasser aus dem Genfersee, einer erneuerbaren und lokalen Energiequelle und 100% erneuerbarer Elektrizität, beheizt oder gekühlt werden. «SIG investiert langfristig, um den Genferinnen und Genfern eine Infrastruktur zu bieten, die die CO2-Emission reduziert. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Die Hausbesitzer sollen sich für diese Lösung zum Heizen und Kühlen ihrer Gebäude entscheiden, um so schnell wie möglich auf fossile und umweltschädliche Energien zu verzichten», erklärt Christian Brunier, SIG-Generaldirektor.

Der Kanton Genf hat sich zum Ziel gesetzt, den Verbrauch fossiler Brennstoffe bis 2023 pro Einwohner um 39% zu senken, insbesondere dank GeniLac und der Geothermie. «Es ist notwendig, dass der Kanton Genf seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Gebäudesektor, der fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen ausmacht, reduziert», unterstreicht Antonio Hodgers, Genfer Regierungsratspräsident und Staatsrat, Departement für Raumentwicklung des Kantons Genf. «GeniLac ist ein Schlüsselelement der kantonalen Energiestrategie zur Bekämpfung der globalen Erwärmung.»