Seit der Lancierung 2023 stand bei BelpmoosSolar die Umweltverträglichkeit im Fokus. Wegen der geplanten Aufnahme von Teilen des Areals ins Trockenwiesen-Inventar einigten sich die BelpmoosSolar AG, Bundesrat Albert Rösti und Umweltverbände auf eine Lösung, die Naturschutz und Energieproduktion verbindet.
Freiflächen-Solaranlagewirdredimensioniert
Die gefundene Lösung sieht eine Verkleinerung der Freiflächen-Solaranlage um rund einen Viertel vor. Diese Redimensionierung stellt sicher, dass die wertvolle Biodiversität der Trockenwiese geschützt bleibt. Auf einer Fläche von neu 19 Hektaren können bis zu 28 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugt und damit bis zu 8000 Haushalte versorgt werden. Der Winterstromanteil beträgt 28 Prozent. Damit leistet BelpmoosSolar als Anlage von nationalem Interesse einen wichtigen Anteil an den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz und an die sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie.
Erfreut über die Lösung
«Wir sind überzeugt, gemeinsam mit den Umweltverbänden und Behörden eine Lösung gefunden zu haben, welche Energieproduktion, Biodiversität und Luftfahrt optimal vereint», sagt Urs Ryf, CEO des Flughafens Bern und Verwaltungsrat der BelpmoosSolar AG. Margarita Aleksieva, Head of Wind & Solar bei der BKW und Verwaltungsratspräsidentin der BelpmoosSolar AG ergänzt: «Wir sind überzeugt: Das Areal des Flughafens ist ein geeigneter Standort für ein nachhaltiges Leuchtturmprojekt von nationaler Bedeutung, das einen konkreten Beitrag zur Energiewende und insbesondere zur Produktion von Winterstrom leistet.»
Auch die Umweltverbände sind zufrieden. stellvertretend für WWF, Pro Natura, und Stiftung Landschaftsschutz sagt Raffael Aye, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz: «Es ist erfreulich, dass der Bundesrat die nationale Bedeutung der Trockenwiese im Belpmoos anerkennt - denn insgesamt wurden bereits 95 Prozent aller Trockenwiesen in der Schweiz zerstört. Das Beispiel zeigt: Mit sorgfältiger Planung und Rücksichtnahme lassen sich Energieproduktion und Naturschutz vereinbaren.»
Bundesrat Albert Rösti hat sich für eine Verständigung eingesetzt und freut sich über das Ergebnis der Gespräche. Er betont die Bedeutung des Projekts als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen - Schutz von Natur und Biodiversität auf der einen Seite, Produktion von erneuerbarem Strom auf der anderen Seite. «Es ist zwar eine kleinere Anlage als geplant, der Naturschutz ist aber gewährleistet», sagt Rösti.
Die BelpmoosSolar AG prüft nun die konkreten Auswirkungen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Die Ausarbeitung des Bauprojekts ist für 2026 geplant.
Die BelpmoosSolar AG bedankt sich bei Bundesrat Albert Rösti, dem Bundesamt für Umwelt (Bafu), dem Kanton Bern und den beteiligten Umweltverbänden für ihre konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Die Partnerschaft zeigt, dass durch Dialog nachhaltige Lösungen möglich sind, die sowohl die Umwelt schützen als auch die Energiewende unterstützen.