Laag-Revitalisierung 2026 erfolgreich

SH Power hat mit seinen Ökofonds auf einer Gesamtlänge von rund 340 Metern an der «Laag» in Dörflingen ein weiteres Stück Rheinufer naturnah gestaltet. Das grenzübergreifende Projekt schliesst eine Lücke zwischen bereits bestehenden natürlichen Lebensräumen.

Aus einer fest verbauten Flussgrenze entstand diesen Februar und März ein vielfältiger Lebensraum mit zahlreichen Strukturelementen. Nach rund zwei Monaten Bauzeit ist das neu erstellte Flachufer an der Laag seit dem 1. April wieder ganz in der Hand von Natur und Bevölkerung. Die Arbeiten gingen aufgrund des zu Beginn tiefen Wasserstandes zügig voran und konnten somit fristgerecht umgesetzt werden. Das länderübergreifende Projekt - ein kleiner Abschnitt befindet sich auf Büsinger Gemeindegebiet - schliesst eine Lücke zwischen bereits bestehenden ökologisch wertvollen und vielfältigen Ufern. Die Gemeinde Dörflingen ist somit die erste Gemeinde im Kanton Schaffhausen, mit 100% naturnahen Rheinufern.

Mehrwert für die Natur und die Erholungssuchenden

Das neu flach auslaufende Kiesufer enthält nun diverse Strukturen wie Baumstämme, Findlinge, Ast- und Steinhaufen, etc. Dieser Wechsel der verschiedenen Gestaltungselemente schafft wertvolle Nischen für Tiere und Pflanzen. Zudem wird das Rheinufer einfacher zugänglich für Erholungssuchende. Dies ist insbesondere für die offizielle Badestelle der Gemeinde Dörflingen ein entscheidender Faktor. Die Sicherheit des Badebetriebs war auch der Grund, weshalb vorgängig zu den Arbeiten drei Bäume gefällt wurden. Die geschnittenen Baumstämme wurden vor Ort wieder in das Ufer eingebaut, und dienen weiterhin als ökologische Elemente. Zuletzt sind noch die 40 Bootspfähle versetzt, bzw. neu gerammt worden, denn die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, um die Pfähle zu erneuern.

Neue Bäume und Stauden und wiederangesiedelte Pflanzen

Zehn einheimische und standortgerechte Bäume sowie einige Sträucher sind neu gepflanzt. Die frisch eingesäte Wildblumenwiese im höhergelegenen Bereich des Ufers sowie die punktuell eingebrachten Staudenpflanzen sollen zur Artenvielfalt am Ufer beitragen und die Biodiversität erhöhen. Standorttypische und zum Teil seltene Pflanzen hat SH POWER mithilfe der Florafachstelle des Kantons Schaffhausen vor dem Baustart ausgegraben und sichergestellt. Grün Schaffhausen hat sie während der Bauzeit betreut und anschliessend wurden diese wieder an Ort und Stelle eingebracht.

Dank Naturstrom-Kundschaft und vielen Beteiligten möglich

Das Revitalisierungsprojekt an der Laag wird finanziert vom Ökofonds von SH POWER. Dieser wird gespiesen aus dem «Schaffhauser Naturstrom», den SH POWER-Kundinnen und Kunden freiwillig wählen können. Daraus fliessen 0.7 Rappen pro Kilowattstunde in den Fonds. Die Projekt-Umsetzung wurde in enger und guter Zusammenarbeit mit den verschiedensten kantonalen Stellen und Behörden diesseits und jenseits der Landesgrenze umgesetzt: Vom Kanton Schaffhausen sind dies die Florafachstelle des Planungs- und Naturschutzamts (PNA), Jagd und Fischerei, und dem Tiefbau Schaffhausen, dazu die Gemeindeverwaltungen Büsingen und Dörflingen, Bauämter, und weitere. SH POWER dankt allen involvierten Unternehmen, Behörden sowie privaten Anstössern und Bootspfahlmietern für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis während der Bauarbeiten.