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Querverbund zwischen ARA Bern und Energiezentrale Forsthaus eröffnet

Am 8. Oktober 2015 wurde der neue Querverbund zwischen der ARA Bern (arabern) und der Energiezentrale Forsthaus von Energie Wasser Bern eröffnet. Dank dem Querverbund kann Energie aus der Kehrrichtverwertung für die Abwasserreinigung genutzt werden. Im Gegenzug kann die arabern hochwertiges Biogas, das bei der Abwasserreinigung anfällt, in das Erdgasnetz von Energie Wasser Bern einspeisen.

In den Anfangszeiten der Abwassereinigung wurde das Biogas schlicht und einfach in die Luft abgefackelt. Später wurde es dazu verwendet, selber die für die Abwasserreinigung benötigte Energie in Form von Strom und Wärme zu erzeugen, was allerdings wenig wirtschaftlich war. Dank dem neuen Querverbund können die Synergien zwischen Kehrrichtverwertung und Abwassereinigung nun optimal genutzt werden.

Grossinvestition für eine nachhaltige Abwasserreinigung

Damit der Querverbund realisiert werden konnte, mussten einige Kernprozesse der Abwasserreinigung – namentlich die Faulung und Trocknung des Klärschlamms – angepasst werden. Seit 2012 wurden mehrere Anlagen komplett erneuert und für die Zukunft fit gemacht. Insgesamt wurden rund 60 Millionen Franken in die umfassendste Modernisierung seit der Gründung der arabern investiert. Neben den wirtschaftlichen Synergiegewinnen profitiert dabei insbesondere die Anwohnerschaft von den praktisch vollständig eliminierten Geruchsemissionen.

Von der Projektidee zur Realisierung

Erste Ideen zur Zusammenarbeit zwischen der arabern und Energie Wasser Bern bestanden seit 2007. Im Dezember 2010 wurde die Projektidee in einer Vereinbarung (Letter of Intent) festgehalten. Gleichzeitig begann die arabern mit den ersten Projektierungsarbeiten. Diese umfassten eine eingehende Lageanalyse und eine Überprüfung der gesamten Betriebsprozesse. Im Frühjahr 2012 begann die eigentliche Projektierung, die schliesslich zur Erneuerung von verschiedenen Anlageteilen führte.