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WWZ starten Vorprojekt für Energieverbund Zug

Lokal, erneuerbar und CO2-frei: Das Heizen und Kühlen der Stadtzuger Quartiere mit Seewasser ist möglich, wie eine 2014 von der Stadt und dem Kanton Zug in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie belegt. Die Finanzierung und Realisierung des Zuger Energieverbunds übernehmen die WWZ (Wasserwerke Zug AG). Das Vorprodukt wurde vor Kurzem lanciert.

Es ist ein zukunftsweisendes Projekt in Sachen Wärme- und Kälteversorgung und ein wichtiger Schritt in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft, deren Zielen das Stadtzuger Stimmvolk 2011 zugestimmt hat: Der Energieverbund Zug soll städtische Quartiere mit lokaler erneuerbarer Energie für Warmwasser, Heizen und Kühlen versorgen. Finanziert, geplant, gebaut und betrieben wird er von den WWZ.

WWZ-CEO Andreas Widmer: «Der Energieverbund Zug ist ein Pionierprojekt in Sachen städtische Energieversorgung. Nebst umfassenden technischen Abklärungen führen wir im Rahmen des vor kurzem lancierten Vorprojekts auch intensive Gespräche mit möglichen Anschlusskunden. Das Interesse ist ausgesprochen gross und unterstreicht die ökologische und wirtschaftliche Attraktivität des zukunftsweisenden Vorhabens.»

Funktion und Bauetappen

Der Energieverbund Zug nutzt die Energie des Zugersees. Das Seewasser wird über Leitungen Energiezentralen zugeführt, wo die von den Kunden benötigte Energie – ob Wärme oder Kälte – mittels Wärmepumpen und Wärmetauschern gewonnen wird. Das Seewasser wird anschliessend zurückgeführt.

Von den Energiezentralen aus werden in einem zweiten Kreislauf die gewonnene Wärme und Kälte zu den angeschlossenen Liegenschaften transportiert und in einer platzsparenden Übergabestation an das jeweilige Gebäude abgegeben.

Das Gebiet der Stadt Zug wird in mehreren Etappen erschlossen, wobei sich der Ausbau an den Bedürfnissen der Kunden orientieren wird. «Sowohl für Neuüberbauungen als auch für bestehende Liegenschaften bietet sich ein Anschluss an den umweltfreundlichen Energieverbund an. Insbesondere wollen wir Kunden, bei denen Heizungssanierungen heute anstehen, mit Überbrückungslösungen unterstützen», so Andreas Widmer.

Mitte 2018 soll die erste Ausbauetappe ihren Betrieb aufnehmen und Kunden mit lokaler, erneuerbarer Energie für Warmwasser, Heizen und/oder Kühlen versorgen.