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Zusammenspiel der Energienetze fördern: Swisspower aktualisiert Masterplan 2050

Damit die Energiewende in der Schweiz gelingt, braucht es ein intelligentes Zusammenspiel der Strom-, Gas- und Wärmenetze. Für diese Netzkonvergenz wollen die Swisspower Stadtwerke in den kommenden Jahren stark auf die Kommunikationsinfrastruktur und die smarten Technologien setzen.

Die Swisspower AG genehmigte an der Generalversammlung vom 12. Juni 2015 den aktualisierten und ergänzten Masterplan 2050.

Die Hauptaussage des aktualisierten Masterplans bleibt die gleiche wie bei der Erstveröffentlichung im Jahr 2012: Die Energiewende ist nach der Überzeugung der Swisspower Stadtwerke technisch machbar und nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen finanzierbar. Dazu braucht es allerdings eine Gesamtsicht der Energieversorgung: Nur die Konvergenz der Netze – das intelligente Zusammenspiel der Strom-, Gas- und Wärmenetze – ermöglicht die optimale Integration der erneuerbaren Energien ins Schweizer Energiesystem. Als verbindende Elemente spielen die Kommunikationsinfrastruktur und die smarten Technologien künftig eine zentrale Rolle.

Deshalb forciert Swisspower die drei Innovationsfelder Konvergenz der Netze, Kommunikationsinfrastruktur und smarte Technologien, die die Netze noch stärker zum Problemlöser der Energiewende machen. In einem ergänzenden Bericht zum Masterplan 2050 zeigt Swisspower auf, welche Trends und Herausforderungen sich bei den drei Innovationsthemen ergeben und mit welchen Massnahmen Swisspower sie vorantreiben will.

Konkrete Massnahmen

Der Bericht unterscheidet zwei Arten von Massnahmen: Einerseits nennt er Themen, die Swisspower als starke Stimme der Stadtwerke in Verbänden, Fachgremien und auf politischer Ebene aufgreifen wird. Andererseits listet er im Sinne einer Checkliste Massnahmen auf, die jeder Swisspower Aktionär umsetzen kann – nach eigenen Prioritäten und gemäss den jeweiligen Schwerpunkten des Unternehmens. Dieses Vorgehen entspricht dem Grundgedanken des Masterplans 2050, der auf eigenverantwortliches Handeln setzt. Dabei ist das Ziel, dass die Swisspower Stadtwerke auch bei den individuellen Massnahmen zusammenarbeiten und Synergien nutzen.

Einladung zum Dialog

Der ergänzende Bericht richtet sich also in erster Linie an die Swisspower Stadtwerke selbst. Durch die Publikation legt Swisspower ihre Pläne für die Umsetzung des Masterplans 2050 im Sinne der Sache aber bewusst offen. Mit dieser Transparenz lädt Swisspower die anderen Energieversorger, die Branchenverbände sowie die politischen Akteure zum Dialog und zu einem koordinierten Vorgehen ein.

Hohes Engagement in Energieeffizienz und in erneuerbare Energien

Dass die Swisspower Stadtwerke den Masterplan 2050 umsetzen und es nicht bei Absichtserklärungen belassen, beweisen sie mit ihrem Engagement für die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien: Bereits für das erste Monitoring zum Masterplan im vergangenen Jahr meldeten die Aktionäre von Swisspower 89 Massnahmen, die den Umbau des Energiesystems Schweiz unterstützen. Seither sind weitere 16 Massnahmen hinzugekommen – unter anderem in den Bereichen Fernwärme, Biogas, Solarenergie, Gebäudesanierung und effiziente Beleuchtung. Darüber hinaus setzen die Swisspower Stadtwerke beträchtliche Mittel für Förderprogramme ein, um erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu unterstützen.

Viele Aktivitäten im Jahr 2014

Neben ihren eigenen Aktivitäten engagieren sich die Swisspower Stadtwerke auch durch die Beteiligung an der Swisspower Gruppe für die Energiewende. Im vergangenen Jahr haben alle vier Unternehmen der Swisspower Gruppe zum Umbau des Energiesystems beigetragen, den Swisspower mit dem Masterplan 2050 anstrebt. Folgende Beispiele illustrieren dies:

  • Die Swisspower Energy AG gewann zahlreiche weitere Energiekunden für sich, die ihren Energieanbieter frei wählen können. Allen neuen Kunden bietet Swisspower Energy an, den Bedarf teilweise oder vollständig mit naturemade-zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien zu decken und so ihre Ökobilanz zu verbessern.
  • Die Swisspower Renewables AG akquirierte 2014 in Deutschland ein Windkraft-Portfolio von 103 Windturbinen mit einer Jahresproduktion von rund 400 GWh und in Norditalien ein Laufwasserkraftwerk mit einer Jahresproduktion von knapp 15 GWh. Damit ist die Beteiligungsgesellschaft von Swisspower ihrem Ziel einen grossen Schritt nähergekommen, bis 2017 ein Produktionsportfolio mit einer jährlichen Gesamtproduktion von rund 700 GWh aufzubauen.
  • Die Swisspower Services AG unterstützte im 2014 und 2015 zahlreiche Energieversorger, KVA und Betreiber von Abwasserreinigungsanlagen in der Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwärme.

Wachsende Bedeutung dezentraler Energieversorgung

Swisspower will ihr Aktionariat im Aktionsfeld dezentrale Energieversorgung verbreitern. Mit dem Entscheid des Verwaltungsrats der Swisspower AG, das Energieunternehmen Limeco in den Aktionärskreis der Swisspower AG aufzunehmen, dokumentiert der Stadtwerkeverbund die wachsende Bedeutung regionaler Energieversorgung im Umbau des Energiesystems in der Schweiz. Limeco beabsichtigt, sich ab 2016 an der Swisspower AG zu beteiligen. Das Energieunternehmen Limeco mit Sitz in Dietikon betreibt ein Kehrichtheizkraftwerk, eine Abwasserreinigungsanlage und ein Fernwärmenetz. An der interkommunalen Anstalt sind acht Trägergemeinden aus dem Limmattal beteiligt. Rund 40 angeschlossene Gemeinden nutzen die Dienstleistungen von Limeco. Genau wie die bisherigen Aktionäre der Swisspower AG ist Limeco ein Querverbundunternehmen und produziert Strom, Wärme und Biogas.