Ende Oktober schloss die Vernehmlassung des Stromabkommens mit der EU. Swisspower unterstützt dieses mehrheitlich: Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Krisenbehebung dürften davon profitieren. Die innerstaatliche Umsetzung ist derweil zwingend zu überarbeiten. Andernfalls befürchten wir, dass der inländische Ausbau der Erneuerbaren zum Erliegen kommt. Die Grundversorgung im liberalisierten Markt muss auf ihren eigentlichen Zweck, den Schutz von Endkund:innen, beschränkt und die Regulierung bedeutend verschlankt werden. Einen Swiss finish in der Regulierung lehnen wir ab. Gemeinsam mit der Branche erwarten wir bis zur Veröffentlichung der Botschaft im Frühjahr 2026 eine substanzielle Überarbeitung der innerstaatlichen Umsetzung.
Bis dahin geht es Schlag auf Schlag weiter. Aktuell ist das Gasversorgungsgesetz in der Vernehmlassung. Es droht, eine unnötige Überregulierung eines schwindenden Marktes. Der “Netzexpress” kommt in der Wintersession in den Nationalrat. Wichtig ist, dass dieser im Verteilnetz mit sinnvollen Massnahmen ansetzt. Und schliesslich berät die Energiekommission des Ständerats über die Wiedererlaubnis des Neubaus von Kernkraftwerken. Swisspower unterstreicht: Statt neuer Kernkraftwerke, die am Energiebedarf vorbei produzieren und die knappen Fördergelder für die Energiewende übermässig beanspruchen würden, gilt es nun, auf dem gewählten Weg die Erneuerbaren auszubauen und intelligent zu integrieren.