Wie unterstützen Sie Energieunternehmen als Consultant?
André Deiss: Wir unterscheiden zwei Arten von Mandaten – Leistungsmandate und Personenmandate. Bei Leistungsmandaten liefern wir als Team einen konkreten Output, zum Beispiel strukturierte Umfragen, Studien oder Analysen. Bei Personenmandaten übernehme ich meist eine Rolle als Interimsmanager oder Projektleiter. Das kann auf strategischer Ebene sein oder operative Arbeiten bedeuten, etwa das Koordinieren einer grösseren Submission. Manchmal ist der Übergang auch fliessend: Wir erarbeiten in einem Leistungsmandat eine Strategie und übernehmen danach die Verantwortung für deren gesamte oder teilweise Umsetzung.
In welchen Bereichen liegt Ihre Expertise?
Mein Fokus liegt auf strategischen und konzeptionellen Aufgaben, vor allem in den Bereichen Digitalisierung und Managementprozesse. Dazu gehören etwa strategische Auslegeordnungen, Trendanalysen, Anforderungsanalysen, Reorganisationen, Change-Prozesse, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und System-Evaluationen. Oft sind mit solchen Aufträgen Workshops oder Retraiten von Führungsgremien verbunden, die ich durchführe oder begleite.
An wen richten sich Ihre Dienstleistungen besonders?
Unter anderem an Führungskräfte, die über eine konkrete Fragestellung zu entscheiden haben, aber intern nicht die nötigen Ressourcen freimachen können, um sich eingehend damit zu befassen. Das kann etwa die Entscheidung sein, ob das Unternehmen die Betriebsführung für eine Nachbargemeinde übernehmen soll. Dazu arbeite ich auch intensiv mit strategisch verantwortlichen Entscheidungsträger:innen zusammen – mit Personen aus dem politischen Umfeld und VR-Mitgliedern. Ich bin dann beispielsweise für Recherchen, Evaluationen, grafische Aufbereitungen, das Vorbereiten von Sitzungen oder das Einbinden relevanter Stakeholder verantwortlich. Mein Ziel ist es, den Kund:innen fundierte Entscheidungen zu erleichtern.
In der Schweiz gibt es mehrere klassische Beratungsunternehmen, die sich ebenfalls auf die Energiebranche spezialisiert haben. Was spricht dafür, mit Swisspower zusammenzuarbeiten?
Wir vertreiben keine Produkte und sind an keine bestimmten Methoden oder Lösungen gebunden. Als Consultant bringe ich also eine unabhängige Sichtweise ein – ohne versteckte Agenda. Das ermöglicht mir, tragfähige Konzepte zu erarbeiten, die komplett auf die jeweilige Situation zugeschnitten sind und sich wirklich in nützlicher Frist umsetzen lassen. Denn auch wenn alle Energieunternehmen derzeit ähnliche Herausforderungen haben: Die Lösungen unterscheiden sich je nach Region, Unternehmensgrösse und Organisation. Ein weiterer Punkt, der für uns spricht: Wir verfügen über viel Erfahrung aus zahlreichen Kooperationsprojekten mit verschiedenen Energieversorgern. Dieses Know-how sowie die neusten Erkenntnisse aus unseren Austauschgefässen fliessen in die Projekte ein. Schliesslich liegt es in unserer DNA, die Energiebranche als Ganzes voranzubringen.
Wie meinen Sie das?
Uns geht es darum, das Potenzial für Kooperationen zu erkennen und da, wo es sinnvoll ist, regionale und überregionale Player zusammenzubringen. Wenn nötig holen wir zusätzlich auch spezialisierte Dienstleister ins Boot. Durch dieses Vorgehen lassen sich operative Herausforderungen wie der Fachkräftemangel pragmatisch und wirkungsvoll angehen – im Interesse der ganzen Branche.
Zu welchen Themen erhalten Sie derzeit vermehrt Anfragen?
Viele Energieversorger stellen sich zurzeit Fragen rund um die digitale Transformation, insbesondere auch zu Datenhoheit und Datenmanagement. Sie müssen entscheiden, wie sie sich hier aufstellen und welche Dienstleistungen sie anbieten. Aktuelle Auslöser für diese Überlegungen sind neue, datenbasierte Kooperationsmodelle im Energiebereich wie der virtuelle ZEV und die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft. Unter anderem solche Modelle sorgen dafür, dass Messdaten- und Energiedatenmanagement immer wichtiger werden und die Energieversorger vermehrt Anfragen für Dienstleistungen im Datenbereich erhalten. Vor allem kleinere Energieunternehmen fragen sich deshalb: Insourcen und professionalisieren – oder doch besser outsourcen? Wir unterstützen sie dabei, die passende Strategie zu finden und umzusetzen. Das kann auch umfassen, einen Dienstleister oder ein System zu evaluieren und dieses an die bestehenden Systeme anzubinden.
Wenn ein Energieunternehmen an einer Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert ist: Wie laufen die nächsten Schritte ab?
Ganz unkompliziert: Interessierte können mir einfach eine E-Mail schreiben. Wenn sie mir darin auch schon die Fragestellung schildern, kann ich mich besser auf das erste Gespräch vorbereiten. Bei diesem Austausch von zirka 30 bis 45 Minuten geht es darum, sich kennenzulernen, Erwartungen zu klären und die Fragestellung gemeinsam zu schärfen. Auf dieser Basis erarbeite ich eine Offerte oder einen Pitch mit einem konkreten Lösungsvorschlag. In der Regel treffen wir uns danach nochmals, um den Vorschlag zu besprechen und zu klären, ob und wie ich den Auftrag für das Unternehmen umsetzen darf.