Eine echte Erfolgsgeschichte: Die Ladelösung der Energie Thun AG für Einstellhallen

Bei der Ladeinfrastruktur für Einstellhallen gehört die Energie Thun AG zu den Vorreitern. Das Swisspower-Stadtwerk hat schon vor Langem eine passende Ladelösung eingeführt und verfügt über viel Erfahrung. Diese ist nun in das neue Produkt «LADESTROM» eingeflossen – ein gemeinsames Angebot fünf regionaler Energieunternehmen.

Sie ist noch immer ein Bremsklotz für die Elektromobilität: die Ladeinfrastruktur in Einstellhallen. Denn wer in einer Miet- oder einer Eigentumswohnung lebt, ist für eine eigene Ladestation auf den Goodwill der Verwaltung oder der Eigentümergemeinschaft angewiesen. Erscheinen Realisierung und Betrieb der Ladeinfrastruktur zu kompliziert, sagen die entscheidenden Personen oft Nein dazu. Gefragt sind daher Ladelösungen, die durch einen geringen administrativen Aufwand überzeugen.

Die Energie Thun AG hat schon vor mehreren Jahren eine solche Lösung entwickelt und gehört zu den Energieunternehmen mit der grössten Erfahrung in diesem Bereich. Bereits rund 40 Infrastrukturprojekte in Einstellhallen hat das Swisspower-Stadtwerk realisiert – und die Nachfrage ist weiterhin hoch­. Wichtig dabei: Auch die Wirtschaftlichkeit stimmt. Schon ab der zweiten oder dritten installierten Ladestation in einer Einstellhalle rechnet sich der Case in der Regel, da von einer langfristigen Kundenbindung ausgegangen werden kann.

Vorprojekt als Erfolgsfaktor

Zum Erfolg des Angebots beigetragen hat laut Innovations- und Projektmanager Christoph Woodtli, dass die Energie Thun AG bei solchen Aufträgen zuerst ein kostenpflichtiges Vorprojekt durchführt: «Dabei ermitteln wir den Ist-Zustand und die technische Machbarkeit, messen die Leistung des Netzanschlusses, berechnen die Leistungsreserven und entwickeln ein Installationskonzept. So können wir verlässliche Aussagen zur möglichen Zahl der Ladepunkte und zu den nötigen Investitionen bei einem allfälligen Ausbau machen. Die klaren Zahlen und Fakten kommen bei den Kundinnen und Kunden gut an.»

Ebenfalls entscheidend sind folgende weitere Erfolgsfaktoren:

  • Bekanntheit der Energie Thun AG: Da Vertrauen bei diesem Geschäftsfeld eine wichtige Rolle spielt, hat ein lokal verankertes Unternehmen Vorteile gegenüber einem Start-up.
  • Enge Zusammenarbeit mit den regionalen Elektroinstallateuren: Sie sehen die Energie Thun AG heute als Partner statt als Konkurrenz.
  • Intensive Kommunikation gegenüber den Liegenschaftsverwaltungen: Sobald diese die Ladelösung und deren Vorteile kennen, sind sie viel offener dafür. Spätestens nach der ersten Umsetzung empfehlen sie das Angebot auch weiter.
  • Solide und zuverlässige Technik: Als zentrale Plattform und Datendrehscheibe nutzt die Energie Thun AG das System von eCarUp. Über Schnittstellen lassen sich alle bewährten Ladestationen daran anbinden.

Ladekosten auf Energierechnung aufgeführt

Diese Learnings hat die Energie Thun AG für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Ladelösung genutzt. Nun ist aus dem bisherigen Produkt «eCarUp@home» das Angebot «LADESTROM» entstanden. Es besteht weiterhin aus einer Basisinstallation und jederzeit erweiterbaren Ladestationen. Das integrierte Lastmanagement vermeidet Lastspitzen.

Herzstück von «LADESTROM» bleibt die etablierte Lösung von eCarUp. Dank standardisierter Protokolle (OCPP) können Ladestationen unterschiedlicher Hersteller an die Plattform angeschlossen werden. Durch die Schnittstelle zu ERP-Systemen können Energieversorger die Kosten der Elektromobilität direkt auf den Energierechnungen ihrer Kundinnen und Kunden aufführen – ein grosser Vorteil vor allem für Verwaltungen.

Gemeinsame Vermarktung in der Region

Lanciert wurde «LADESTROM» im Rahmen der Kooperation «Smart Energy AARE». Die fünf Energieunternehmen dahinter haben ihre bisherigen eigenen Angebote für Einstellhallen abgelöst und bieten nun gemeinsam ein einheitliches, stark standardisiertes Produkt an.

Das erleichtert vor allem die Vermarktung. Denn die Werbung für «LADESTROM» spricht eine breite Zielgruppe an. Kundinnen und Kunden aus vielen Gemeinden in der Region können das Produkt nutzen. «Zudem arbeiten wir fünf Energieversorger teilweise mit den gleichen Umsetzungspartnern zusammen», sagt Christoph Woodtli. «Für diese bringt das einheitliche Angebot eine deutliche Vereinfachung – auch in der Kommunikation gegenüber ihrer Kundschaft, weshalb sie ‹LADESTROM› nun häufiger weiterempfehlen.»

Zukunftssichere Lösung

Da bleibt noch die Frage: Auf welche künftigen Trends bei den Ladelösungen für Einstellhallen sollten sich Stadtwerke heute schon vorbereiten? Immer wichtiger wird laut Innovations- und Projektmanager Christoph Woodtli die Verknüpfung von Ladestationen und Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV). Bei der Energie Thun AG ist deshalb «LADESTROM» bereits ins Angebot «ZEV KOMFORT» integrierbar: «So lässt sich der Strom ab dem eigenen Dach direkt fürs Laden in der Einstellhalle nutzen. Künftig geht die Entwicklung noch stärker in Richtung smartes, solaroptimiertes Laden.»

Als weitere absehbare Trends nennt Christoph Woodtli bidirektionales und kabelloses Laden sowie dynamische Ladetarife anstelle der altbewährten Hoch- und Niedertarife. Dazu macht sich die Kooperation «Smart Energy AARE» bereits Gedanken. Die Idee: Dereinst soll das System automatisiert Preisprognosen auf Basis von Stromangebot und -nachfrage erhalten und die Ladepreise laufend aktualisieren – natürlich mit voller Transparenz für die Nutzerinnen und Nutzer. So können diese ihre Kosten fürs Elektroauto direkt beeinflussen.